Burnout III

In meinem ersten Beitrag zum Thema Burnout steht es schon: der größte „Helfer“ für das Ausbrennen ist die Tatsache, dass wir nie abschalten. Wir sind inzwischen so an ständig neue Informationen gewöhnt – wir können es gar nicht mehr ohne aushalten.

Seien Sie ehrlich: wann haben Sie das letzte Mal einfach NICHTS gemacht? Oder, falls Ihnen das unnütz oder zu radikal erscheint: wann haben Sie das letzte Mal nur EINE Sache zur gleichen Zeit erledigt? Wann haben Sie sich das letzte Mal wirklich auf einen Gesprächspartner konzentriert (und nicht nebenbei Mails in Ihrem Handy gecheckt), wann haben Sie das letzte Mal wirklich ein Wochenende nur mit Freunden und Familie verbracht (ohne abends oder morgens mal schnell einen Blick in Ihre Geschäftsmails zu werfen)?

Das ist es, was uns fehlt. Was wir – obwohl wir es uns schönreden und die jüngere Generation es ja angeblich nicht mehr anders kennt – zutiefst vermissen. Übrigens: die jüngere Generation hat schon zu Schulzeiten Burnout. Und zwar nicht, weil die Schule so stressig ist sondern weil man sich um „Likes“ und „Friends“ in den Social Medias kümmern muss…

Was also ist zu tun?

Seien Sie einen Moment ehrlich zu sich und überlegen, was Ihnen wirklich Energie gibt im Leben. Woran Sie sich freuen. Teilen Sie Ihr Leben in einen Kuchen und verteilen Sie Tortenstücke mit Prozentzahlen für Ihre Lebensbereiche (Arbeit, Beziehung, Familie, Freunde, Sport, Freizeit etc.).

Und dann sehen wir weiter. Gute Erkenntnisse wünscht Ihnen

Anja Mumm

Die Autorin Anja Mumm ist systemische Coach in München. Sie bietet im KompetenzZentrum Coaching eine Ausbildung zum systemischen Coach im Business-Kontext an und entwickelt seit 20 Jahren Führungskräfte und Teams in Unternehmen.
http://www.coaching-kompetenz.de

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